Vom Wilson Airport nach Ol Pejeta — Nashörner vor Sonnenuntergang
Vom Wilson Airport erreicht der Flug nach Norden Richtung Nanyuki kaum Reisehöhe, bevor sich die Landschaft unter Ihnen verändert: Die Kleinsiedlungen des Hochlandkorridors weichen offenem Ranch-Land, der Boden wird rötlicher, und die Aberdare-Bergkette wird zu einer dunklen Wand im Westen. Die Landebahn Nanyuki ist in unter einer Stunde erreicht, und das Pirschfahrzeug von Ol Pejeta Bush Camp wartet bereits auf dem Vorfeld — kein Umstieg zwischen Camps oder Navigieren unbekannter Straßen, einfach der Beginn der Fahrt durch die Conservancy. Der dreißigminütige Straßentransfer durch das Nanyuki-Tor von Ol Pejeta in die Conservancy bringt die ersten Tierbegegnungen: Netzgiraffen an der Akazienlinie, Zebras auf der offenen Ebene und die Silhouette eines Spitzmaulnashorns in mittlerer Entfernung — eine Form, der sich kein anderes Tier dieser Landschaft annähert. Ol Pejeta Bush Camp liegt am Ufer eines saisonalen Flusses, dessen Zufahrtswege bereits jeder Elefantenfamilie in der Conservancy bekannt sind. Der Check-in ist kurz; die Nachmittags-Pirschfahrt beginnt, bevor sich der Staub der Ankunft gelegt hat. Die verlängerten Öffnungszeiten der Ol-Pejeta-Conservancy ermöglichen eine ordentliche zweistündige Nachmittagsrunde, bevor die Nachtfahrt-Genehmigung um 19 Uhr aktiviert wird. Zwei unterschiedliche Lebensräume in einer einzigen Fahrt — die Akazien-Dornbuschdickichte, in denen sich Büffel am späten Nachmittag konzentrieren, und das offene Grasland, in dem Löwenrudel in der Dämmerung am häufigsten anzutreffen sind. Die Nachtfahrt dauert zwei Stunden mit einem auf dem Fahrzeugdach montierten Scheinwerfer, wobei der Guide die Ränder der Trockenrinnen nach den nachtaktiven Arten absucht, die die Tagesrunde nicht erreicht: Afrikanische Wildkatze, Springhase und gelegentlich ein Leopard, der zu den Uferbäumen über dem Camp zurückkehrt.
Aktivitäten
Laikipia Plateau & Ol Pejeta






























