Von Arusha zu den Ndutu-Kalbungsebenen — direkt in die Geburtszone
Heute keine Umwege. Die Kalbungssaison hat ein Zeitfenster, und Sie steuern direkt darauf zu. Ihr Guide holt Sie noch im Dunkeln vor Sonnenaufgang in Arusha ab für die lange Fahrt nach Südwesten. Die Route ist von der ersten Stunde an vollgepackt: durch Makuyuni und hinauf durch das Ngorongoro Conservation Area auf der gewellten Hochlandstraße — die Höhe steigt auf 2.200 Meter durch Weideland der Massai, wo Rinder, Zebras und Gnus dieselben Hügel teilen und der Vulkankegel des Ol Doinyo Lengai im Norden wie eine graue Pyramide aufragt. Ein optionaler Halt an der Olduvai-Schlucht fügt zwei Millionen Jahre menschlicher Vorgeschichte hinzu — die erodierte Schlucht, in der das Team von Mary Leakey 1960 Homo habilis entdeckte. Dann kommt das Naabi Hill Gate, und die Welt verändert sich. Die südlichen Ebenen der Serengeti gleichen keiner anderen Landschaft Tansanias. Das Kraterhochland, das Baobab-Land von Tarangire, die felsigen Kopjes von Seronera — allesamt interessant, allesamt reich an Struktur. Hier ist der Boden flach, die vulkanische Asche blass unter der Januarsonne, das Gras reicht kaum über die Knöchel, und der Horizont ist in jede Himmelsrichtung sichtbar. Es ist eine Landschaft, die fürs Sehen gemacht ist, und das, was Sie gleich sehen werden, füllt sie von einem Rand zum anderen. Am späten Nachmittag lösen sich die Kalbungsgründe aus der Ferne zu etwas Überwältigendem auf: Gnus, zu Hunderttausenden, ausgebreitet über die Kurzgrasebenen in jeder Richtung. Ihr Guide findet einen Aussichtspunkt und schaltet den Motor ab. Zuerst erreichen Sie die Geräusche — tiefes Grunzen, rufende Kälber, der Rhythmus tausender Hufe. Dann die Bewegung. Dann das Ausmaß. Heute Nacht schlafen Sie mitten im Schauspiel. Morgen beginnt es in vollem Ernst, noch vor dem ersten Licht.
Aktivitäten
Serengeti






















































