Buschflug in die Serengeti — Die Landepiste im Gras
Ihre zehn Tage beginnen mit einer Landepiste, nicht mit einer Straße. Entspanntes Frühstück in Arusha, kurzer Transfer zum Inlandsterminal, dann eine Cessna Caravan, die aus dem Rift Valley aufsteigt. Der Mount Meru füllt die linken Fenster. An einem klaren Morgen steht der Kilimandscharo am östlichen Horizont. Unten erscheint der Ngorongoro-Krater als perfektes Oval. Dann flacht das Land zum blassen Gold der Serengeti-Ebenen ab. Sechzig Minuten nach dem Start gleitet die festgestampfte Erdpiste bei Seronera unter die Tragflächen. Ihr Guide wartet bereits mit hochgeklapptem Dach und einer mit kaltem Wasser gefüllten Kühlbox. Innerhalb weniger Minuten sind Sie im Seronera-Tal — keine Warteschlange am Tor, kein verlorener Morgen. Das Licht ist noch stark genug für aktive Raubtiere. Granitkopjes erheben sich aus dem Grasland wie Knöchel eines begrabenen Kontinents — Löwenrevier. Ein vollmähniger Kater beobachtet von einer Steinplatte. Darunter hüpfen Thomson-Gazellen im steifbeinigen Sprung, Leierantilopen stehen wachsam auf Termitenhügeln, Warzenschweinfamilien traben Schnauze an Schwanz. Das Mittagessen wird eingenommen, wo immer es die Tierwelt zulässt — ein Picknick auf den Ebenen oder zurück im Camp, um sich einzuleben. Die Nachmittagsfahrt führt durch den Korridor des Seronera-Flusses — eine der höchsten Leopardendichten pro Quadratkilometer in Afrika. Flusspferdtümpel brodeln vor territorialen Bullen. Während die Sonne sinkt, ruft ein Schreiseeadler von einem toten Baum. Vier weitere Sonnenaufgänge und zwei weitere Zonen warten, bevor das Ozeankapitel beginnt.
Aktivitäten
Serengeti










































