Arusha nach Tarangire National Park
Zweieinhalb Stunden südlich von Arusha hebt sich die Schranke am Minjingu-Tor, und das Buschland des Rift Valley weicht einem Waldland ganz anderen Charakters. Baobabs dominieren — grau, glatt-rindig, unfassbar breit, manche mit Stämmen, die drei Erwachsene mit ausgestreckten Armen nicht umschließen könnten. Tarangire hat sie in einer Konzentration, die nirgendwo sonst auf der nördlichen Route zu finden ist. Ihre Nachmittags-Pirschfahrt folgt dem Tarangire-Fluss durch das nördliche Waldland des Parks. Der Fluss ist der Gravitationsmittelpunkt des gesamten Ökosystems — während der Trockenmonate versammeln sich Tiere in einer Zahl, die es mit jedem Park Ostafrikas aufnehmen kann. Elefantenfamilien bewegen sich in gemächlichen Kolonnen entlang der sandigen Ufer, Gruppen von vierzig oder sechzig Tieren sind üblich, Gruppen von zweihundert in der Hochtrockenzeit nicht ungewöhnlich. Giraffen äsen im oberen Blätterdach. Zebras versammeln sich an den Furten. Über 550 Vogelarten wurden hier verzeichnet: Gelbbugunzertrennliche blitzen zwischen den Zweigen, Kori-Trappen stolzieren durchs Gras, Greifvögel kreisen in den Thermikströmen darüber. Die Entscheidung, innerhalb des Tarangire zu übernachten, ist bewusst getroffen. Heute Nacht endet der Busch nicht mit der Pirschfahrt. Elefanten grollen in der Dunkelheit vorbei, ihre tieffrequenten Rufe sind ebenso zu spüren wie zu hören. Das Heulen einer Hyäne trägt über den Fluss. Hier beginnt die Safari wirklich — nicht mit einer Höhepunkt-Zusammenfassung, sondern mit einer Nacht mitten im System.
Aktivitäten
Tarangire































































