Flug nach Ruaha — Erster Nachmittag am Great Ruaha River
Der zweistündige Buschflug von Dar es Salaam ist eine Geografiestunde aus tausend Metern Höhe. Darunter weicht die flache Küstenebene den Iringa-Hochländern, dann weiten Strecken von Miombo-Waldland — und dann beginnen die Baobabs. Ruaha kündigt sich schon aus der Luft mit ihren unverwechselbaren Silhouetten an, die über dem Blätterdach aufragen, mit geschwollenen grauen Stämmen und kahlen Winteräst, die der Landschaft eine urzeitliche Qualität verleihen, wie sie kein anderer Park Tansanias bietet. Elefanten sind als graue Gestalten nahe dem Fluss zu erkennen. Der Great Ruaha erscheint als silberner Faden, der sich durch Sand und Fels windet. Die Räder berühren die feste Erde am Msembe-Flugplatz, und die Tür öffnet sich zu trockener, nach wildem Salbei duftender Hitze — eine völlig andere Atmosphäre als die feuchte Küste, die Sie zwei Stunden zuvor verlassen haben. Ihr Guide wartet neben einem Land Cruiser, das Dach hochgeklappt, kalte Getränke in der Kühlbox. Kein Hotel-Check-in, kein Briefing-Raum. Sie befinden sich im größten Nationalpark Tansanias, und die Safari beginnt jetzt. Die Nachmittagsfahrt folgt dem Great Ruaha River ostwärts. In der Trockenzeit schrumpft der Fluss zu miteinander verbundenen Wasserlöchern, getrennt durch Sand, und genau diese Verdichtung macht Ruaha außergewöhnlich. Flusspferde drängen sich in den tieferen Abschnitten in Gruppen von dreißig bis fünfzig Tieren. Nilkrokodile sonnen sich auf jeder Sandbank. Elefanten kommen in Familiengruppen an, wobei die Leitkuh die Luft prüft, bevor sie die Herde zum Wasser führt. Entlang der Ufer liest Ihr Guide frische Leopardenspuren im Sand, dampfenden Büffelkot, kreisende Geier flussabwärts. Die östlichen Flussrouten liefern Ruahas konzentrierteste Tierbeobachtung, und Ihr Guide entwickelt bereits einen Plan für die kommenden Tage. Sie kehren ins Camp zurück, während die Sonne hinter dem baobabgesäumten Höhenzug versinkt.
Aktivitäten
Ruaha
















