Nairobi nach Masai Mara — Vor Einbruch der Dunkelheit ins Reservat
Die frühe Abfahrt aus Nairobi ist keine bloße Empfehlung — die fünf- bis sechsstündige Fahrt nach Südwesten zum Sekenani Gate belohnt einen Start vor der Morgendämmerung mit einer Nachmittags-Pirschfahrt im Reservat vor Einbruch der Dunkelheit, und der Verkehr in Nairobi ist selbst auf dem B3-Korridor unberechenbar. Jenseits der Steilstufe des Rift Valley verändert die Landschaft bei Narok ihren Charakter: Pyrethrum-Felder lösen die Vororte Nairobis ab, die Luft öffnet sich, und der Horizont erstreckt sich über Grasland, das ohne Unterbrechung bis zur Grenze Tansanias reicht. Das Masai Mara National Reserve wird von der Bezirksverwaltung geführt und nicht als KWS-Nationalpark verwaltet, was praktische Folgen hat: Die Einlassgenehmigung gilt für einen 12-Stunden-Kalendertag von 6 bis 18 Uhr, nicht ab dem Zeitpunkt der Einreise. Wer am frühen Nachmittag ankommt, hat noch ein brauchbares Zeitfenster für eine Nachmittags-Pirschfahrt — zwei bis drei Stunden im Reservat vor dem Torschluss um 18 Uhr. Der Guide nutzt diese Zeit effizient: eine Orientierungsfahrt durch das Gelände, das das Fahrzeug morgen gründlich befahren wird, um das Revier des ansässigen Löwenrudels zu bestimmen und über das morgendliche Funknetz anderer Guides die aktuelle Position der Geparden-Familie ausfindig zu machen. Das Grasland offenbart seine Dichte rasch. Wenn die Lagerfeuer entzündet und das Abendessen serviert wird, hat die Mara bereits ihren ersten Eindruck hinterlassen — gelassen, lebendig und ganz ohne Übertreibung vollkommen überzeugend.
Aktivitäten
Masai Mara












































