Von Dar nach Kilwa — Flug, Kanalüberquerung und die Große Moschee
Der Charterflug südlich von Dar folgt fünfundvierzig Minuten lang der Küste: eine Abfolge von Flussmündungen und Mangrovensystemen, das türkisfarbene Flachwasser des Meeres, während es sich den südlichen Korallenriff-Gebieten nähert. Auf der Graslandebahn von Kilwa Masoko ist die Luft anders als in Dar — kühler, salziger, mit dem Geruch von Mangroven, getragen von einer stetigen Brise aus dem Kanal. Von der Unterkunft am Wasser aus können Sie bereits die Insel Kilwa Kisiwani jenseits des Kanals sehen. Die Überfahrt dauert fünfzehn bis dreißig Minuten in einem motorisierten Holzboot durch einen außergewöhnlich flachen Kanal — Mangroven am Westrand der Insel scheinen direkt aus dem Wasser zu wachsen. Dieser Kanal wurde von arabischen Dhaus, indischen Handelsschiffen und portugiesischen Karavellen befahren, alle angezogen von einer Insel, die einst der kommerziell bedeutendste Hafen Subsahara-Afrikas war. Die Große Moschee von Kilwa begegnet Ihnen ohne Umschweife — kein Besucherzentrum, kein Souvenirladen. Sie erhebt sich mit verblüffender Unmittelbarkeit aus dem Küstenbuschwerk: gewölbte Korallenkuppeln intakt, Säulen aus korallinem Kalkstein gehauen, der auf der Insel selbst gebrochen wurde. Bergauf durch offenes Buschland liegt Husuni Kubwa, das ambitionierteste Bauwerk im mittelalterlichen Subsahara-Afrika: Audienzhöfe, private Gemächer, und das Element, das jeden Besucher innehalten lässt — ein versenktes achteckiges Schwimmbecken, drei Meter tief, seine Korallenstein-Stufen aus dem vierzehnten Jahrhundert intakt, ohne bekanntes Gegenstück irgendwo sonst auf dem Kontinent. Am fernen Ende des Komplexes macht ein für Frachtgut dimensioniertes Lagerhaus mit seiner zum Wasser hin ausgerichteten Verladebucht die kommerzielle Logik deutlich: Dies war eine auf Handel gegründete Stadt. Ein Mittagessen mit frischen Meeresfrüchten zurück in Kilwa Masoko, dann ein ruhiger Nachmittag am Wasser.
Aktivitäten
Dar es Salaam

















