Von Dar nach Saadani und zurück — Wami River, Küstenbusch und der Indische Ozean
Das Fahrzeug verlässt Dar um 6 Uhr. Das lässt sich nicht beschönigen — ein Tagesausflug nach Saadani ist ein langer Tag, und er beginnt früh. Die Straße nach Norden durch die Stadt ist zu dieser Stunde schnell frei, und sobald sich der Asphalt von Bagamoyo öffnet, zeigt sich bereits die Küste: flache salzige Luft, Baobabs am Straßenrand, der Horizont des Indischen Ozeans zur Rechten. Der unbefestigte Abschnitt von Bagamoyo bis zum Parktor ist planiert und mit einem 4x4 gut zu bewältigen. Ankunft am Tor gegen 10 Uhr. Die Bootssafari auf dem Wami River findet zuerst statt, solange die Energie noch hoch ist. Das Boot schiebt sich in die Mangrovenkanäle, während der Guide den Motor abstellt — der Fluss träge und braun, Flusspferde tauchen in den tieferen Becken auf, Krokodile liegen bewegungslos an den warmen Ufern. Graufischer hängen über dem Wasser und stürzen sich hinab. Ein Schreiseeadler ruft irgendwo aus dem Mangrovendach. Die 90-minütige Fahrt ist das Hauptereignis des Tages und der Grund, warum die meisten diese Fahrt überhaupt unternehmen. Es folgt eine kompakte Pirschfahrt. Der Rundweg durch den Küstenwald ist keine lange Strecke — der Zeitplan lässt das nicht zu —, doch Elefanten treten in Familiengruppen aus dem Uferdickicht hervor und überqueren die Spur oft aus nächster Nähe, mit der blauen Linie des Indischen Ozeans hinter den Fieberbäumen im Hintergrund. Giraffen arbeiten sich durch die Akazienkronen. Guerezas krachen am Waldrand durch die Feigenbäume. Genau diese Kulisse ist der Punkt: Diese Kombination aus Busch und Meer gibt es sonst nirgendwo in Ostafrika. Vor der Rückfahrt ein Stopp am Strand. Der Küstenstreifen des Indischen Ozeans innerhalb des Nationalparks ist leer und unerschlossen — keine Verkaufsstände, keine Einrichtungen, nur die Küste. Das Fahrzeug verlässt Saadani bis 14 Uhr und erreicht Dar am frühen Abend.
Aktivitäten
Saadani






















