Die Fahrt nach Nakuru (4,5 bis 5,5 Stunden über Narok und die Steilstufenstraße der B3) bringt Sie am Nachmittag in Kenyas flächenmäßig dichtesten Park: auf unter 200 Quadratkilometern Fläche vereinen sich See, Akazienwald und ein Nashorn-Schutzgebiet, in dem sowohl Spitzmaul- als auch Breitmaulnashörner zuverlässig anzutreffen sind und baumkletternde Löwen in Wolfsmilchbaum-Astgabeln oberhalb des Nordufers ruhen. Tag 4 ist der ruhigste des Circuits – eine kurze, ein- bis anderthalbstündige Fahrt südwärts zum Lake Naivasha, einem Süßwassersee mit einem ganz anderen Reiz: Flusspferdgruppen, aus Augenhöhe von einem flachbödigen Boot aus sichtbar, über 400 Vogelarten in den Papyrus-Uferzonen, und die geführte Wandersafari auf Crescent Island zwischen unumzäunten Giraffen, Zebras und Gnus.
Der Transfer nach Amboseli an Tag 5 ist die längste einzelne Straßenetappe der Reiseroute – vier bis fünf Stunden südwärts über den Nairobi-Ringweg und die A104 Namanga-Straße –, und die Belohnung bei der Ankunft ist unmittelbar: die schneebedeckte Kuppe des Kilimanjaro, die in der letzten Stunde vor dem Kimana Gate über der Baumgrenze erscheint. Zwei Nächte in Amboseli sind das richtige Maß für diesen Park. Der erste Nachmittag dient der Orientierung und der optionalen späten Pirschfahrt mit dem Berg im Silhouette-Licht. Der zweite Tag beginnt um 5:45 Uhr: Der Kilimanjaro ist ein Morgenberg, der klar über dem Enkongo-Narok-Sumpf leuchtet, bevor sich gegen 9 oder 10 Uhr Wolken an seiner Südflanke bilden, und die Elefantenherden, die Amboseli zu Afrikas erstrangiger Elefanten-Destination machen, bewegen sich bereits im flachen Morgenlicht durch die Flachwasserzonen. Habituiert und ohne Eile erlauben diese Herden – manche mit Stoßzähnen, die fast den Boden streifen – jene ausgedehnte Beobachtung, die zusammenfasst, was Amboseli anderen Parks voraushat.
Das letzte Drittel der Reiseroute gehört Tsavo: zuerst West, dann East, die beiden Parks, die zusammen mit rund 21.000 Quadratkilometern Kenyas größtes Schutzgebiet bilden. Der Transfer von Amboseli an Tag 7 führt ostwärts über die Kimana-Straße zum A109 Mombasa Highway und südwärts zum Mtito Andei Gate, wo sich der Charakter der Landschaft sofort verändert – die flachen Amboseli-Ebenen weichen vulkanischen Hügeln, felsigen Kopjes und den schwarzen Lavafeldern des Shetani-Stroms. Die Kilaguni Serena Safari Lodge liegt oberhalb der Mzima Springs, dem geologischen Herzstück von Tsavo West: glasklares Wasser, gefiltert durch 50 Kilometer poröses Vulkangestein, das als Tümpel zutage tritt, bewohnt von Flusspferden und Krokodilen und einsehbar durch eine Unterwasserkammer, die keine Bootsfahrt auf offenem Wasser ersetzen kann.
Tag 8 führt über den Tsavo River zwischen den beiden Parks hindurch – eine zwei- bis dreistündige Fahrt über die Brückenüberquerung, die Kenyas zwei größte Wildnisgebiete trennt. Tsavo East ist flacher, trockener und offener als der Westen: Die halbtrockenen Ebenen erstrecken sich bis zu einem fernen Horizont, der Galana River bildet den Wildtierkorridor, und das Staubbaden der Elefantenherden im eisenhaltigen Vulkanboden erzeugt jene rostrote Färbung, die Tsavos Elefanten zu einem der meistfotografierten Wildtiermotive Ostafrikas gemacht hat. Lugard's Falls am Galana, der aus der Ebene aufragende Mudanda Rock, die nahezu vollständige Abwesenheit anderer Fahrzeuge – in Tsavo East erreicht die Reiseroute ihren ruhigsten und weitläufigsten Punkt. Die letzte Morgen-Pirschfahrt an Tag 9 lässt sich Zeit, bevor die A109 das Fahrzeug bis zum frühen Nachmittag nordwärts nach Nairobi bringt.