Flug nach Seronera — Ankunft im Zentrum des Geschehens
Am Flughafen Arusha wartet eine zwölfsitzige Cessna Caravan, deren Rumpf Ihnen gerade einmal bis zur Schulter reicht. Sie verstauen Ihre weiche Reisetasche im Bugfach und nehmen Platz. Innerhalb weniger Minuten liegt das Hochland unter Ihnen – Kaffeeplantagen und Zedernwald weichen dem NCA-Steilland, der Ngorongoro-Krater zieht als dunkle Schale unter der Tragfläche vorbei, bevor sich das Land in das Ocker- und Goldgelb der zentralen Serengeti-Ebenen flacht. Aus der Luft beginnt jene Orientierung, die sich in den folgenden fünf Morgen vertiefen wird: der Seronera-Fluss, silbern durch das Grasland geritzt, die verstreuten Granit-Kopjes, die sich aus der Ebene erheben, die dunklen Massen der Tierwelt, sichtbar als Textur im Gras. Die Räder setzen auf dem Seronera-Airstrip auf, und Ihr Guide steht fünfzig Meter entfernt mit einem Land Cruiser bereit. Kein Transfer. Kein Warten. Das Camp liegt zwanzig Minuten nördlich, und die Pirschfahrt beginnt in dem Moment, in dem Sie den Airstrip verlassen – Ihr Guide bemerkt bereits einen im Osten kreisenden Geier und überlegt, ob es sich lohnt, ihm nachzugehen, bevor es zum Camp geht. Die Nachmittagsfahrt erschließt vom Fahrzeug aus den Seronera-Flusskorridor – jene Wasserader, die diesen besonderen Savannenradius von fünfzig Kilometern zu einem der am dichtesten von Großraubtieren besiedelten Orte der Erde macht. Die ansässige Tierwelt zieht hier nicht nur durch. Sie lebt hier. Ein Löwenrudel ruht im schwindenden Nachmittagslicht auf einem flachen Kopje, der dominante Kater hebt den Kopf, um das Fahrzeug mit der gelassenen Prüfung eines Tieres zu mustern, das sein ganzes Leben damit verbracht hat zu entscheiden, ob herannahende Objekte seine Aufmerksamkeit wert sind. Wenn Sie das Camp zum Abendessen erreichen, hat sich die Serengeti bereits vorgestellt. Die kommenden fünf Morgen werden Sie damit verbringen, diese Vorstellung zu vertiefen.
Aktivitäten
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