Londorossi Gate nach Big Tree Camp — der abgelegene westliche Wald
Die Fahrt von Moshi zum Londorossi Gate dauert zwei Stunden auf Straßen, die in eine Landschaft führen, die die meisten Kilimanjaro-Trekker nie zu Gesicht bekommen. Die Westflanke ist eine andere Geografie: der Wald älter, durchgängiger, empfängt mehr direkte Feuchtigkeit aus den Wettersystemen des Indischen Ozeans. Die Registrierungsstation von Londorossi ist eine kleinere, ruhigere Einrichtung als das organisierte Treiben am Machame Gate — das Gefühl, in etwas wirklich Abgelegenes einzutreten, stellt sich sofort ein. Londorossi liegt auf 2.250 Metern, der höchsten Starthöhe jeder größeren Route. Sie beginnen den Lemosho-Anstieg bereits 450 Meter über dem Machame Gate, was bedeutet, dass die Akklimatisierung des Körpers früher beginnt. Die Ranger bearbeiten weniger Genehmigungen pro Tag, und die Atmosphäre hat die stille Konzentration eines Kenners statt das Treiben einer Attraktion. Der Pfad fällt zunächst leicht ab, bevor er ansteigt — eine ungewöhnliche Eigenheit, die Erstbesteiger überrascht. Sie steigen in ein Flusstal hinab und erklimmen das gegenüberliegende Ufer hinauf in den eigentlichen Wald, wo die Bäume außergewöhnlich werden. Gewaltige Podocarpus mit Stämmen von zwei bis drei Metern Durchmesser, das Blätterdach so dicht, dass der Boden in ständigem Schatten liegt, der Untergrund mit durchgehendem Moos bedeckt, das den Schritt dämpft und die Luft mit komprimierter Feuchtigkeit füllt. Big Tree Camp trägt den Namen der größten Exemplare — Waldriesen, die wachsen, seit es noch keine heutige menschliche Ansiedlung gab, ihr Ausmaß eine Erinnerung daran, wie äquatorialer Bergwald aussieht, wenn man ihn in Ruhe lässt.
Aktivitäten
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